Ethikausschuss des Norwegischen Pensionsfonds empfiehlt den Ausschluss von autonomen Waffensystemen aus dem Investment Portfolio

Am 15. Juni 2020 empfahl der Ethikausschuss des Pensionsfonds der norwegischen Regierung, Unternehmen, die an der Entwicklung oder Herstellung letaler autonomer Waffen beteiligt sind, von den Investitionen des Fonds auszuschließen. Diese Empfehlung muss nun vom norwegischen Parlament, dem Storting, angenommen werden.

Der Ethikausschuss stuft autonome Waffensysteme als „prinzipiell problematisch“ ein und empfiehlt deshalb, Investitionen in Unternehmen zu unterbinden, die autonome Waffensysteme oder deren Schlüsselkomponenten entwickeln oder herstellen.

Der Norwegian Government Pension Fund Global investiert Öleinnahmen im Namen aller Norweger und ist mit einem Wert von über 933 Milliarden Euro der zweitgrößte Pensionsfonds der Welt. Seine verantwortungsbewusste Investitionspolitik basiert auf den Empfehlungen einer speziellen Ethikausschuss.

In der Vergangenheit, als der Ethikausschuss seine Richtlinien zu bestimmten Waffensystemen änderte, sind andere Investoren und Akteure gefolgt – insbesondere Unternehmen, die für einen Ausschluss identifiziert wurden. Diese Empfehlung spiegelt das wachsende Bewusstsein über die kritische Natur von Investments in die Entwicklung und Herstellung autonomer Waffensysteme wider, auf das auch Facing Finance und die deutsche Kampagne Stop Killer Robots mit seiner Arbeit in Deutschland und darüber hinaus hinwirkt.

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