Die Kampagne Stop Killer Robots wächst

Die Kampagne Stop Killer Robots engagiert sich im Rahmen humanitärer Rüstungskontrolle für ein völkerrechtliches Verbot von autonomen Waffensystemen. Weltweit rufen hierzu 100 NGOs in 54 Ländern auf. Mit dem Centre for Feminist Foreign Policy (CFFP), urgewald und der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen ist nun die deutsche Sektion der Kampagne gewachsen, freut sich Facing Finance.

Das Centre for Feminist Foreign Policy wurde 2016 von Marissa Conway und Kristina Lunz in London gegründet, um die globale Außen- und Sicherheitspolitik feministisch, intersektional und transparent zu machen. Das feministische Zentrum bietet breite und tiefgehende Analysen globaler Fragen an, indem Sicherheit vom Standpunkt der Erfahrungen marginalisierter Gesellschaften intersektional betrachtet wird. Im September 2018 eröffnete das feministische Zentrum auch in Berlin seine Türen.

Seit fast 27 Jahren macht urgewald die Finanzierung von Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen sichtbar. Denn der Bau von Pipelines oder Atomkraftwerken erfordert stets auch neues Geld. Urgewald verleiht Betroffenen eine Stimme, ob auf den Hauptversammlungen und in den Vorstandsetagen von Firmen und Banken oder durch Protest- und Verbraucherkampagnen. Mit der Kraft guter Argumente, qualitativen Recherchen und Beharrlichkeit zeigt urgewald immer wieder aufs Neue, wie man Klimakillern den Geldhahn zudrehen, umweltzerstörerische Bauprojekte verhindern, Menschenrechte stärken und Waffenfinanzierungen blockieren kann.

Die Deutsche Friedensgesellschaft wurde bereits 1892 gegründet und ist damit die älteste Organisation der deutschen Friedensbewegung. Seit 1974 firmiert die DFG-VK unter dem Namen der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen. Als pazifistische und antimilitaristische Organisation engagiert sich die DFG-VK im Sinne der Grundsatzerklärung der War Resisters‘ International: „Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten.“

Wie eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens IPSOS vom Beginn dieses Jahres zeigt, sprechen sich 72 % der Befragten in Deutschland gegen autonome Waffensysteme aus. Diese bedrohen Frieden und Stabilität weltweit und verstoßen gegen das humanitäre Völkerrecht. Das Outsourcen von Entscheidungen über Leben und Sterben und die Reduzierung eines Menschen auf das Resultat einer algorithmischen Entscheidung trivialisieren den Wert menschlichen Lebens und überschreiten eine moralische Grenze. Facing Finance, das Centre for Feminist Foreign Policy, urgewald und die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdientsgegnerInnen wollen gemeinsam die Bundesregierung zu einem echten Bekenntnis gegen autonome Waffensysteme bewegen.

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