Killerroboter Thema beim Weltwirtschaftsforum in Davos

Am vergangenen Donnerstag (21.01.2016) fand auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema Killerroboter statt. Unter dem Titel „what if robots go to war“ diskutierten Angela Kane (ehemalige Repräsentantin der UN für Abrüstungsfragen), Sir Roger Carr (Vorsitzender von BAE Systems), Stuart Russel (Experte für Künstliche Intelligenz) und Alan Winfield (Experte für Roboterethik) über die Gefahren und die Zukunft autonomer Waffensysteme.

Trotz ihrer verschiedenen Hintergründe stimmten alle Teilnehmenden darin überein, dass autonome Waffen Risiken in sich bergen und daher internationale gesetzliche Übereinkünfte notwendig sind, damit die Waffensysteme unter menschlicher Kontrolle bleiben. Das Thema Killerroboter wurde in Davos wiederholt aufgegriffen, wodurch das hohe Interesse und die Bedeutung der Problematik deutlich werden.

Insbesondere die Gefahr, dass Killerroboter in die Hände von nicht staatlichen Organisationen wie beispielsweise Terrororganisationen gerät, wird dabei von den Diskutierenden hervorgehoben. In der Diskussionsrunde herrschte weitgehende Einigkeit, was ein Killerroboter ist und wodurch er sich auszeichnet. Eine gesetzliche Regelung müsste demnach nicht an einer Definitionsproblematik scheitern. Allerdings weisen Kane und Russel darauf hin, dass dringender Handlungsbedarf besteht und dass die internationale Staatengemeinschaft daher schnell tätig werden muss. Bei den dafür notwendigen Verhandlungen wird aber auch der betroffenen Industrie eine bedeutende Rolle zugeschrieben.

Lesen Sie hier eine ausführliche Beschreibung der Diskussion auf der Seite der campaign to stop killer robots

Hier geht es zum Video der Diskussionsrunde auf der Homepage des Weltwirtschaftsforums

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